Zu Besuch bei Santa Teresa

Vorgestern bin ich von einem Besuch bei zwei guten Freunden in Spanien zurückgekehrt: Santa Teresa de Jesus (Teresa von Ávila) und San Juan de la Cruz (Johannes vom Kreuz). Teresa ist für mich in den letzten Jahren zu einer wichtigen Lehrerin des Gebets geworden. Mit einem unserer Enkel bin ich nun die Ruta Teresiana gelaufen, einen abgelegenen, wenig bekannten Pilgerweg. Er führt von Ávila, dem Geburtsort der Heiligen, an dem sie den größten Teil ihres Lebens verbrachte und entscheidende geistliche Durchbrüche erlebte, nach Alba des Tormes, wo sie starb und wo ihre Grabstätte liegt. Dazwischen liegen viele kleine und oft arme Dörfer mit schrumpfenden Bevölkerungszahlen, aber mit großer Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit gegenüber Pilgern. Die Verhältnisse sind einfach, die Infrastruktur ist minimal, die Wege sind einsam, aber Gott war da und ist mit uns gegangen. Mit dem Ende der Pilgerreise endet auch meine Abstinenz von sozialen Medien, die ich mir für die Vorbereitungszeit auferlegt habe, um Abstand zu gewinnen zu allem, was hier beschäftigt und triggert. Ich grüße euch mit einem Gedicht von Santa Teresa:

Nichts soll dich verwirren, nichts dich erschrecken.
Alles vergeht, Gott aber ändert sich nicht.
Wer Gott hat, dem fehlt nichts.
Gott alleine genügt.

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