Wie viel Leerstand hat die Hölle? Teil 11: Religiöse Hardliner

In der neuen Folge von Hasophonie geht es noch einmal um die Höllentexte des Matthäus-Evangeliums. In der letzten Folge zeigte sich eine Diskrepanz: Für Matthäus ist Barmherzigkeit zentraler Wert, und gleichzeitig ist er der schärfste Höllenprediger des Neuen Testaments. Warum ist das so und auf wen ist es gemünzt. Die Antwort ist einfach: Kandidaten für die Hölle sind bei ihm vor allem religiöse Hardliner, also Menschen, die sehr fromm sind, aber ihre Frömmigkeit mit Machtmitteln und Härte anderen aufzwingen wollen. Zu solchen sagt Jesus: „Wie wollt ihr dem Strafgericht der Hölle entrinnen?“ (Matthäus 23,33). Das ist eine steile Aussage, die für uns von besonderer Brisanz ist, weil heutige christliche Hardliner den damaligen jüdischen auf bedrückende Weise ähneln. Deshalb schaue ich die Sache in vier Schritten genauer an:

  1. Waren die Pharisäer wirklich so, wie wir sie aus dem Neuen Testament zu kennen meinen? 
  2. Wie wird man zum Hardliner, wenn man eigentlich etwas Gutes will? 
  3. Was ist davon zu halten, dass religiöse Hardliner mit der Hölle bedroht werden? 
  4. Wie können wir uns davor schützen, in der Auseinandersetzung mit ihnen selbst hart zu werden?

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