In der neuen Folge meines Podcasts geht es zum ersten Mal um die politische Dimension des Römerbriefs. Wenn man diesen Brief vor dem Hintergrund der Verhältnisse im antiken Rom sieht, dann liest er sich wesentlich radikaler als in einer deutschen Bibelstunde. Paulus und in seinem Gefolge Markus widersprechen der herrschenden Ideologie, und ihre Texte sowie der Vergleich mit anderen neutestamentlichen Autoren zeigen, dass beide sich bewusst gegen die Anmaßungen Caesars stellen. Das Evangelium des Paulus ist nicht nur eine Heilsbotschaft zur individuellen Errettung. [Das bleibt es natürlich!] Es enthält auch eine politische Botschaft. Diese richtet sich nicht nur gegen das Imperium Romanum, sondern mit ihm gegen jede imperiale Ideologie, in der Menschen erhöht werden, die sich als Heilsbringer darstellen und ein goldenes Zeitalter versprechen.

Im Podcast erwähnte Literatur:

Fragen zum Nachdenken oder für ein Gespräch:

  • Welche Formen von Menschenverehrung fallen dir aus der Gegenwart ein? 
  • Wo sind Grenzen überschritten und wird Menschen eine Bedeutung zugesprochen, die allein Gott / Jesus Christus zusteht?

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